Thunder City betreibt die größte Flotte früherer "Heavy-Metal"-Militärflugzeuge, die für den zivilen Einsatz umgerüstet wurden. ("Heavy-Metal"-Flugzeuge sind Maschinen mit einem Gewicht von über 6750 kg und einer Schubkraft von über 10.000 Pfund.) Wir fliegen derzeit mit vier überschallschnellen English Electric Lightning (die einzigen fliegenden Lightnings auf der Welt), sieben Hawker Hunter und drei Blackburn Buccaneer (ebenfalls die einzigen flugbereiten Jets weltweit).

Unser Geschwader operiert ausschließlich zu zivilen Zwecken. Wir fliegen Luftfahrtfans, bieten Trainingsflüge an und sind in vielerlei Filmen wie auch auf Luftfahrtschauen zu sehen. Alle Maschinen haben das südafrikanische Zertifikat für Lufttauglichkeit erhalten. Sie werden nach strengsten technischen Standards betrieben, die von der Zivilluftfahrtbehörde vorgegeben sind.

Unsere Flugzeuge repräsentieren die goldene Zeit der Militärjet-Fliegerei und haben über viele Jahre ungeteilte Bewunderung der internationalen Presse erfahren. Fernsehdokumentationen sowie mannigfaltige Berichte in Zeitungen und Zeitschriften zeugen seit langer Zeit von der Begeisterung, die unsere historischen Düsenjäger weltweit hervorrufen.

Thunder City wurde von der südafrikanischen Testpiloten-Akademie als Trainingspartner ausgewählt. Außerdem ist Thunder City weltweit der einzige zivile Betreiber früherer Militärjets, der die Trainingslizenz nach ICAO-Standard (CAA Part 141) erhalten hat und somit zur Ausbildung von Testpiloten durch unterschiedliche Organisationen engagiert wird. Unsere Flugzeuge werden ausschließlich nach den Vorgaben der Herstellerfirmen gewartet und instandgesetzt.

Nun haben SIE SELBST die Gelegenheit, das Allerheiligste eines Einsatzgeschwaders kennenzulernen und den Traum des Überschallfluges zu erleben! Von einfachen Flugmanövern bis zu nervenkitzelnden Luftkampfübungen, vom strategischen Tiefflugangriff bis zum ultimativen Durchbruch durch die Schallmauer - Thunder City sorgt für den Adrenalinschub Ihres Lebens!

Ihr Training umfasst ein morgendliches Briefing, Überlebens- und Schleudersitztraining, Atemübungen mit Sauerstoff sowie das Anpassen und Anlegen der Ausrüstung. Ausbilder machen Sie mit unterschiedlichen Abläufen des Fluges vertraut und unterrichten Sie in die Fähigkeiten und Sicherheitseinrichtungen Ihrer Maschine. Da bei Thunder City der Sicherheitsaspekt an erster Stelle steht, legen wir auf das ausgiebige Briefing und die Sicherheitseinweisungen allerhöchsten Wert.


Die ultimative Belohnung

"ZU-BBD cleared for take off!" kommt die Anweisung vom Tower. Das bedrohliche Grollen von zwei riesigen Rolls Royce Avon Nachbrennertriebwerken antwortet ohrenbetäubend, als mein Pilot Mike Beachy Head den Schubhebel bis zum ersten Anschlag nach vorne schiebt und die Bremsen löst. Perfekt! Bis zu diesem Moment beschränkten sich meine Erfahrungswerte in der Militärfliegerei ausschließlich auf das kurz zuvor erlebte Briefing, das Schleudersitztraining und das Anlegen meines speziellen Flugoveralls. Und nun die geradezu unglaubliche Beschleunigung, verbunden mit kleinen Pedalkorrekturen, um den 18-Tonnen-Jagdbomber auf der Mittellinie der Startbahn Eins-Neun des Flughafens von Kapstadt zu halten - mehr geht nicht (dachte ich)! Doch dann brach die Hölle los - nämlich genau in dem Moment, als Mike den Schubhebel über den ersten Widerstand hinaus schob und damit die Nachbrenner zum Leben erweckte!

In den 50er Jahren brauchten die Triebwerksingenieure nicht lange, sich auszumalen, dass eine enorme Menge extrem heißer Gase, die unter Hochdruck durch eine hervorragend geformte Schubdüse herausschießt, ganz einfach erzeugt werden könne: Man spritzte einfach zusätzlichen Treibstoff in den Hexenkessel. Eine Menge Treibstoff! Das vornehme britische Volk nannte es zurückhaltend "Reheat", was soviel wie "Nacherwärmung" bedeutet. Überall sonst auf der Welt sprach man dagegen vom "Afterburner", dem Nachbrenner.

Ich erinnere mich an allerhand Details - so beispielsweise, als die gestrichelte Mittellinie zu einer durchgezogenen Gerade verschmolz oder dass sämtliche Nebensächlichkeiten meines Lebens auf einmal vollkommen unbedeutend wurden. Am meisten beeindruckte mich jedoch die schier unerschöpfliche Kraft, die immer noch anschwoll und mich geradezu wie in einer gigantischen Hand sitzend gen Himmel schoß!

"Oh, ich bin den mürrischen Fesseln der Erde entschlüpft
Und tanze durch den Himmel auf den silbrig mir zulächelnden Flügeln..…"

'High Flight', Spitfire-Pilot John Gillespie Magee, Jr. (1922 - 1941)

Ursprünglich wurde die English Electric Lightning konstruiert, um den hochfliegenden sowjetischen Atombombern des Kalten Krieges die Stirn zu bieten. Tatsächlich wurde aus der Lightning das führende britische Jagdflugzeug für mehr als dreißig Jahre und somit der dienstälteste britische Jäger. Die "Frightening" (übers.: "Die Schreckeneinjagende"), wie sie liebevoll von denen genannt wurde, die mit ihr tagaus tagein umgingen, erreichte legendären Status in der Luftfahrthistorie. Die Lightning wurde auch umgehend zum Star jeder Luftfahrtschau, als ihre Piloten dem staunenden Publikum die etwas eigentümliche Formgebung und die spektakulären Steigleistungen zum Besten gaben.

In den neunziger Jahren, als der Vielzweck-Jagdbomber MRCA Tornado eingeführt wurde, stand bald darauf die Lightning vor dem Aus. In diesem Moment sprang ein gewisser Mike Beachy Head in die Bresche.

Beachy Head lässt sich kaum mit einem Wort beschreiben. Ein Tausendsassa in Geschäftsdingen, Erfinder, Unternehmer, Marketing-Genie, und nun vor allem Jetpilot. Mike´s langjähriges Faible für Düsenjets fand Erfüllung, als er 1994 eine Hawker Hunter kaufte, um schnell und unabhängig von Punkt A nach Punkt B zu gelangen.

Zu dieser Zeit florierte seine nationale Frachtfirma 24 Stunden am Tag, 7 Tage pro Woche, und die Gelegenheit, unangekündigt an jedem seiner Stützpunkte aufzutauchen, erschien ihm Grund genug dafür, einen Jet zu kaufen. Heute besitzt, betreibt und fliegt Mike zehn Jets! Fünf Hawker Hunter, die einzigen drei flugfähigen Buccaneers auf dem Globus und nicht weniger als vier Lightnings!

Düsenjäger am Leben zu erhalten ist prickelnd! Die Bodencrew beeindruckt mit ihrer ruhigen Kompetenz und einem gewissen Außer-sich-vor-Freunde-Sein in ihrem ganzen Auftreten. Um einen früheren Passagier zu zitieren: "Einige Menschen träumen von der Erfüllung ihrer geheimsten Wünsche, während andere wach bleiben und es einfach tun!"

Kapstadt´s geographische Lage ist geradezu ideal für schnelle Jetflüge - es liegt "jwd" und hat somit keinen Überflugverkehr. Weiterhin wird generell der Luftraum über dem Südatlantik und besonders über dem Indischen Ozean selten beflogen.

Die außergewöhnliche Schönheit der Kapregion verstärkt noch die Eindrücke des Fluges. Atemberaubende Ausblicke auf Gebirgszüge, schroffe Klippen, fruchtbare Täler, begrenzt durch wüstenartige Regionen, bestürmen die Sinne. Luftfahrtfotografen schwelgen in den außerordentlichen Motiven, die die Jets von Thunder City in den mannigfachen Landschaftsszenerien bieten: Windend durch die zerklüfteten Felsformationen der Cape Fold Mountains, über einen Bergrücken blinzelnd, im Sturzflug in eine Schlucht, um schließlich über akkurat angelegte Weinberge wieder zu beschleunigen.

Tunnelblick und blinkende Sterne - die enorme Beschleunigung von 4 G presst den Körper in den raketengetriebenen original Martin-Baker-Schleudersitz. Auf der Spitze des 8000-Meter-Loopings scheint die Erde die vollständige Cockpitkanzel zu bedecken - das gesamte Panorama erstreckt sich von Horizont zu Horizont, lediglich von einem schneeweißen Strand in der Mitte halbiert. Exakt dieser Augenblick prägt sich lebenslang ins Gedächtnis ein, bleibt für immer! Dann auf einmal tauscht die Lightning die gewonnene Höhe in Geschwindigkeit ein, durchbricht die Schallmauer und wird wie in einem imaginären überschallschnellen Katapult auf einer Parabelbahn auf eine Höhe von 18.000 Metern geschleudert! Das Pfeifen der Sauerstoffversorgung ist unerwartet laut im Vergleich zur gespenstischen Stille; unter einem purpurfarbenen Himmel erkennt man den fernen Horizont zweifellos gewölbt - willkommen in der Welt von THUNDER CITY!

John Magee, der Spitfire-Pilot, führte fort:

" ….. Ich steige der Sonne entgegen, treffe auf die Leichtigkeit
Von sonnenumglänzten Wolken.
Niemals hast Du davon geträumt - aufgestiegen, emporgeschwungen
Hoch in die sonnendurchflutete Stille.
Dort schwebend habe ich den schreienden Wind gejagt, und schleuderte
Meine begierige Maschine durch das bodenlose Luftmeer.
Hoch, hoch hinaus, entlang des wahnsinnig brennenden Blau,
Habe ich die windgepeitschten Höhen mit einer Leichtigkeit des Seins erreicht,
Wo niemals Lerche oder gar Adler fliegen.
Und samt meines erhabenen Gemüts betrat ich
Die undurchdringliche Heiligkeit des Weltalls,
Streckte meine Hand aus und berührte das Antlitz Gottes."


Die Teams von Thunder City und DOMINIK TOURS freuen sich darauf, Ihre Gastgeber im unbeschreiblich schönen Kapland zu sein. Für Buchungen und Fragen zu den einzigartigen Düsenjäger-Flügen rufen Sie bitte DOMINIK TOURS unter +49 (0) 6724 6300 an oder senden Sie eine E-Mail an adrenalin@ich-fliege-duesenjaeger.de.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!



Stand:  01. Dezember 2007 Seitenanfang ^